Bei dem Astronomietag 2018 erwartet Sie wieder ein abwechslungsreiches Programm – mit spannenden Kurzvorträgen, Führungen durch das Außengelände, Präsentationen und Planetariumsveranstaltungen.

15.00 Uhr: Familienplanetarium
In unserem Familienplanetarium zeigen wir den aktuellen Sternhimmel, verbunden mit den Sagen und Geschichten zu den sichtbaren Sternbildern. Natürlich weiß man hinterher auch, wo der Polarstern steht, wie der Mond aussieht und welche Planeten zu beobachten sind. Die Veranstaltung ist für die gesamte Familie geeignet. Im Anschluss gibt es bei wolkenfreiem Himmel Beobachtungen am großen Fernrohr. (Reservierung wird empfohlen).

15.30 Uhr und 19.00 Uhr: Kurzvortrag: Augen ins All – Neue Großteleskope im Bau

Das Fernrohr des Galileo Galilei bot Anfang des 17. Jahrhunderts bescheidene optische Qualitäten. Trotzdem gelang es damit bahnbrechende Entdeckungen am Himmel zu erreichen. Den Astronomen des 21. Jahrhunderts stehen vergleichsweise riesige Instrumente zur Verfügung. Doch in den zwanziger Jahren werden neue Fernrohre einer ganz neuen Größenordnung in Betrieb gehen. Der Kurzvortrag stellt die Projekte der Europäer und Amerikaner vor.

16.15 Uhr und 18.30 Uhr: Bild- und Kurzfilmpräsentation: „Das Geheime Leben der Sterne“

Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch bizarre Sternentstehungsregionen, farbenprächtige Sternhaufen sowie zu spektakulären Sternenexplosionen- und Überresten.

16.30 Uhr und 19.15 Uhr: Ganzkuppelfilm im Planetarium – „Das Phantom des Universums“

Das Phantom des Universums erzählt die aufregende Geschichte von der Erforschung der Dunklen Materie, vom Urknall bis zu ihrem indirekten Nachweis im 21. Jahrhundert. Der Film zeigt die ersten Hinweise auf die Existenz der Dunklen Materie in den 1930er Jahren aus der Perspektive von Fritz Zwicky, jenem Wissenschafter, der den Begriff „Dunkle Materie“ prägte. Er entführt die Zuschauer in die Tiefen einer ehemaligen Goldmine in South Dakota, zum empfindlichsten Dunkle Materie-Detektor der Welt. Von dort geht es zum Large Hadron Collider, dem weltweit größten und leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger am CERN in der Schweiz, wo ein internationales Wissenschafter-Team zusammenarbeitet, um den Bestandteilen der Dunklen Materie auf die Spur zu kommen. Noch konnte die Dunkle Materie nicht direkt beobachtet werden, doch ihre Existenz wird heute in der Kosmologie nicht mehr in Frage gestellt.

16.30 Uhr und 18.00 Uhr: Führung im Außengelände der Sternwarte

Auf unserer Terrasse befinden sich interessante Beobachtungsinstrumente und Sonnenuhren. Kommen Sie mit auf einen Rundgang durch das Außengelände der Sternwarte.

17.15 Uhr: Kurzvortrag: Tipps und Tricks zum Fernrohrkauf

Welches Fernrohr soll ich kaufen? Was kann ich mit meinem Fernrohr sehen?
Einführung in die verschiedenen optischen Systeme (Linsenfernrohr, Spiegelteleskop), deren Unterschiede und Anwendungsgebiete für die astronomische Beobachtung.

18.00 Uhr: Kurzvortrag: Supernovae – Furioses Finale

Supernovae künden von kosmischen Katastrophen. Schlittert ein massereicher Stern am Ende seiner Existenz in eine Energiekrise, endet das in einer Explosion unvorstellbaren Ausmaßes. Was geschieht dabei im Einzelnen? Neueste Comutersimulationen – mittelerweile sogar in drei Dimesionen – helfen zu verstehen, wie Sterne explodieren.

18.15 Uhr: „Reise durch die Nacht“ – Der aktuelle Sternhimmel im Planetarium

Wir zeigen Ihnen die schönsten Sternbilder und Planeten des Abends und der Nacht.

20.00 Uhr: Abendvortrag  – „Gravitationswellen – wie können wir etwas über die Dunkle Seite des Weltalls lernen“  (Vortrag von  Dr. Jens Reiche vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Hannover)

Nach Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie erzeugen beschleunigt bewegte Massen, Gravitationswellen – Störungen in der Raumzeit, die sich mit Lichtgeschwindigkeit ungehindert durch andere Massen im All ausbreiten. Die erste direkte Messung von Gravitationswellen am 14. September 2015 hat einen neuen Sinn zu unserer Wahrnehmung des Universums hinzugefügt – So werden wir zukünftig das Universum hören können.

Zum ersten Mal konnten Gravitationswellen und das Licht von zwei verschmelzenden Neutronensterne nun auch beobachtet werden . Mit dem Ereignis vom 17. August 2017  beginnt die Multi-Messenger-Astronomie, die Beobachtungen mit Gravitationswellen und elektromagnetischer Strahlung kombiniert. Zusammen werden die sich ergänzenden Methoden unser Verständnis von extremen astrophysikalischen Ereignissen erheblich verbessern. Sie bieten eine nie zuvor dagewesene Gelegenheit, den Prozess des Verschmelzens von zwei Neutronensternen einschließlich des Ausgangs zu untersuchen.

Das Albert-Einstein-Institut Hannover entwickelt und betreibt den Gravitationswellen-Detektor GEO600 Zusammenarbeit mit Partnern in Glasgow und Cardiff. Die GEO-Kollaboration ist weltführend in der Entwicklung neuer Detektortechnologie. Die Abteilung ist außerdem federführend bei der Entwicklung des ersten Gravitationswellen-Detektors im Weltall: LISA (Laser Interferometer Space Antenna).

Bei klarem Wetter gibt es bis 24.00 Uhr Beobachtungen an den Teleskopen.

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