Auch durch ihr Einkaufsverhalten können Verbraucher Treibhausgase einsparen.

Flugreisen, Autofahren, vielleicht noch der Energieverbrauch im Haushalt: Das sind typische Bereiche, die Verbraucher beim Stichwort „Klimaschutz“ in den Sinn kommen dürften. Überall dort, wo Verbrennungsmotoren laufen, entstehen Abgase, die sich potentiell schädlich auswirken und den befürchteten Treibhauseffekt verstärken können. Weniger bewusst machen sich viele, dass auch die tägliche Ernährung über die persönliche CO2-Bilanz entscheidet. Tatsächlich stammt etwa ein Fünftel der weltweiten Treibhausgase alleine aus der Nahrungsmittelproduktion, berichtet die Klimaschutzorganisation myclimate. Verbraucher können also auch hier durch ihr Verhalten die Umwelt schonen, etwa indem sie beim Einkauf gezielt auf klimafreundliche Lebensmittel achten.

Regionale und saisonale Produkte kaufen Die Grundregeln für eine klimafreundlichere Ernährung sind denkbar einfach: „Weniger tierische Produkte, dafür deutlich mehr regionale und saisonale Früchte und Gemüse konsumieren, das senkt die Emissionen erheblich“, erläutert Stefan Baumeister von myclimate und führt ein Beispiel an: „Heimische Tomaten aus einem beheizten Gewächshaus verursachen etwa 25-mal höhere Treibhausgas-Emissionen als saisonale deutsche Feldtomaten.“ Auch für die Produktion und den Transport von Tomaten aus einem unbeheizten Gewächshaus in Spanien fallen fast fünfmal so viele CO2-Emissionen an wie für deutsche Feldtomaten. „Allein durch den Verzicht auf Gewächshausgemüse könnten Verbraucher somit die CO2-Emissionen im Bereich Ernährung um zwei Prozent senken – das entspricht jährlich etwa 50 Kilogramm des klimaschädlichen Kohlendioxid pro Person“, rechnet Baumeister vor.

Den Konsum von Fleisch und Fisch reduzieren Auch Fleisch ist durch die Tierzucht ein Klimafaktor. Durchschnittlich konsumiert ein Bundesbürger 1,15 Kilogramm Fleisch und Fisch pro Woche. „Isst man, wie aus gesundheitlicher Sicht empfohlen, stattdessen nicht mehr als 300 Gramm Fleisch und 80 Gramm Fisch pro Woche, spart man gegenüber dem Durchschnitt deutlich CO2 ein“, betont Stefan Baumeister. Dies würde beachtlichen 350 Kilogramm Treibhausgas pro Jahr und Person entsprechen. Ein weiterer, wichtiger Tipp des Experten: Weniger und gezielter einkaufen. Gut ein Fünftel der Lebensmittel werden in den deutschen Haushalten weggeworfen – wer diese Menge reduziert, spart bares Geld und schont zugleich die Umwelt.

Foto: djd/Stiftung myclimate/www.leaf-to-root.com

Ähnliche Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Durch die weitere Nutzung stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen