Ob „Game of Thrones“, „House of Cards“ oder auch „Stranger Things“ – Serien unterschiedlichster Genres erfreuen sich heutzutage größter Beliebtheit und können dank zahlreicher neuer Streaming-Anbieter jederzeit einfach und bequem abgerufen werden. Doch wie genau entstand das aktuell so beliebte Unterhaltungsformat „Serie“ überhaupt?

Die ersten Serien, die als Vorläufer der uns heute bekannten Serien (http://www.medienheft.ch/dossier/bibliothek/d23_BadanjakSascha.html) gelten, liefen im Radio. Schon damals ließ sich gut erkennen, dass man mit Hilfe dieses Formats eine große Bindung zu den Zuhörern – heute den Zuschauern – herstellen konnte. Der Wunsch, zu erfahren, wie die Geschichte fortgesetzt wird, blieb bestehen.

Auch deshalb wurde es auf das Medium Fernsehen übertragen. Dort startete zunächst die nicht-fiktionale Serie „Meet the Press“ am 6.November des Jahres 1947. Schritt für Schritt entwickelten sich Serien zu einem Unterhaltungsinstrument. Besonders beliebt waren Familienserien, welche das Leben in der Mittelschicht darstellten. So geschah dies zum Beispiel in „Father Knows Best“. Daraus entstanden bereits ganze 203 Folgen. Im September 1954 startete die unvergessene Serie „Lassie“, 1955 kam dann „Jury“ hinzu. Im Mittelpunkt dieser Serien stehen dabei die Haustiere, Hund und Pferd.

Zunehmens wurden dann politische Themen behandelt. Mit „The Wagons“ aus dem Jahr 1972 wurde das harte Leben einer Großfamilie in der Krise gezeigt. Der wilde Westen wurde ab dem Jahr 1952 zur inspirierenden Quelle für Serien wie Gunsmoke, Cheyenne und Bonanza. Hierbei handelte es sich definitiv um fiktionale Geschichten. Später kamen Krimiserien hinzu. 77 Sunset Trip oder The Streets of San Francisco sowie The Rockford Files drehten sich um Straßenkriminalität, Detektive und die Flucht vor dem Gesetz.

Die sogenannte Prime Time (http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/prime-time.html) wurden mit Dauerbrennern wie „Dallas“ besetzt. Diese startete am zweiten April 1978. „Dynasty“ feierte TV-Premiere am 12. Januar 1981. Besser bekannt ist diese Serie unter dem Titel „Der Denver-Clan“. Die Zuschauer sicherten ihnen einen festen Sendeplatz. Hohe Zuschauerquoten schafften in der neuen Zeit Cartoon-Serien. Die Simpsons aus dem Jahr 1989 und South Park aus dem Jahr 1997 eroberten die Bildschirme.

Ab diesem Zeitpunkt war die Welle der Serien kaum mehr zu stoppen, denn ganze 630 Familienserien liefen von September 1950 bis August 1995 in den USA. Die Sender CBS, NBC, FOX und ABC übertrugen die Serien in die Haushalte.

Trotz der „Ablöse“ durch die beliebten Fernsehserien, erleben die ursprünglichen Radioserien heutzutage u.a. in Form von digitalen Hörbuch-Serien (https://www.audible.de/mt/serien) ein „Revival“. Auf diese Weise lassen sich Serien ganz modern und bequem allein durch Zuhören verfolgen.

 

 

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