Ernährungstrends können in die Irre führen.

Currywurst, Burger, „Fish and Chips“: Für viele Menschen, die sich bewusst und gesund ernähren möchten, sind solche Fast Food-Mahlzeiten zwar sehr verlockend, aber nahezu tabu. Denn als „gesund“ werden üblicherweise Obst und Gemüse beurteilt, als „ungesund“ gelten zum Beispiel Pommes frites und Eisbecher. Trotzdem geht laut Dr. med. Dag Schütz, Direktor der Klinik für Geriatrie am Evangelischen Krankenhaus Essen-Werden, der Trend mehr und mehr hin zum Verzehr von Fertigmahlzeiten, also außer Haus zubereiteter Nahrung – sei es in Form von Fertigprodukten oder als Fast Food. Damit besteht nach Ansicht des Mediziners die Gefahr, dass das Bewusstsein für die Bedeutung einer gesunden Ernährung zurückgeht.

Warnung vor moderatem Salzverzehr wissenschaftlich unbegründet Das Ernährungsverhalten der Bevölkerung habe sich in den vergangenen 25 Jahren deutlich gewandelt. Dabei seien die Schlagzeilen oft geprägt von Lebensmittelskandalen und auch von Warnungen zum Beispiel im Hinblick auf den Kochsalzkonsum. Nicht bei allen Lebensmitteln, die als „gesund“ oder „ungesund“ eingestuft werden, geschehe dies auf der Basis wissenschaftlicher Daten, berichtete Schütz beim 25. Kongress des Verbandes für Ernährung und Diätetik e.V. (VFED) in Aachen. Auch die vielbeschworenen potenziellen Risiken des üblichen Salzkonsums seien laut Schütz keineswegs wissenschaftlich begründet.

Was angemessen ist, hängt vom Lebensstil ab Im Hinblick auf die Warnungen vor dem Verzehr von Kochsalz ist aus seiner Sicht zunächst zu bedenken, dass Salz lebenswichtige Vorgänge im Körper reguliert. Fehlt dem Körper Salz, so kann dies gravierende gesundheitliche Folgen haben. „Wer asketisch am Salz bei der Ernährung spart, schadet offenbar seiner Gesundheit“, mahnte der Mediziner. Kontrovers sind auch die Ergebnisse der vorliegenden Studiendaten zum Nutzen und zu potenziellen Risiken einer moderaten Salzaufnahme. Pauschale Empfehlungen hinsichtlich des Kochsalzverzehrs sind daher laut Schütz nicht gerechtfertigt. „Was in dieser Hinsicht angemessen ist, hängt ganz wesentlich vom Lebensstil und von der körperlichen Aktivität des Einzelnen ab.“ Weitere Informationen zu Salz und Ernährung gibt es auf www.vks-kalisalz.de

Foto: djd/Verband der Kali- und Salzindustrie e.V./thx

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