Die moderne Medizin kann viel – aber vorbeugen muss jeder selbst.

Vom effektiven Rettungssystem bis zur Herzkatheter-Therapie – die kardiologische Versorgung in Deutschland hat ein hohes Niveau. Nicht zuletzt deshalb ist laut dem Deutschen Herzbericht die Sterblichkeit bei akuten Herzinfarkten in den letzten zwei Jahrzehnten um 40 Prozent zurückgegangen. Trotzdem bleibt jeder Infarkt lebensbedrohlich, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weiterhin die Todesursache Nummer eins. Vorbeugen kann jeder einzelne mit dem Vermindern von Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und Bewegungsmangel.

Meist hapert es beim Lebensstil Doch gerade Hochrisikopatienten sind hier nicht immer konsequent. So ergab eine aktuelle Umfrage unter Menschen, die bereits einen Herzinfarkt hinter sich haben, dass zwar 95 Prozent von ihnen Medikamente einnehmen und je rund 70 Prozent regelmäßig ihren Cholesterinwert und Blutdruck checken lassen. Bei den Lebensstiländerungen sieht es aber deutlich schlechter aus: So treibt nicht einmal jeder Zweite Sport, und nur gut jeder Dritte achtet auf eine cholesterinarme, ausgewogene Ernährung.
Hier wäre viel zu verbessern, denn Bewegung und Ernährung sind wichtig, wenn es darum geht, die Risikofaktoren Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte zu senken. Meist ist bei letzteren zusätzlich auch eine Medikation erforderlich. Die Cholesterinwerte lassen sich etwa mit Statinen gut in den Griff kriegen. Reichen diese nicht aus, kann eine Kombinationstherapie mit Cholesterinaufnahmehemmern wie Ezetimib das Ergebnis verbessern. Sie konnten in einer Studie mit über 18.000 Herzinfarktpatienten das Risiko, erneut ein solches Ereignis zu erleiden, deutlich senken.

Foto: djd/MSD/contrastwerkstatt – Fotolia

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