Tipps für Allergiker

Den 18 Millionen Heuschnupfen-Allergikern droht auch in diesem Jahr eine lange Leidenszeit, warnt der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. Bereits im Dezember flogen die Pollen der Purpurerle, eines klimaresistenten Baumes, der zunehmend in Innenstädten gepflanzt wird. Im Januar folgten dann die Pollen der Haselsträucher. Pollenallergiker, die auf die Haselpollen reagieren, werden in Kürze meist auch auf Erlen- und Weidenpollen sowie auf die vermutlich ab Ende April fliegenden Birkenpollen reagieren. Im Frühsommer schließen sich dann die Gräser- und zum Spätsommer die Kräuterpollen an. Einzelne Arten können bis in den November hinein Pollen freisetzen. Ursache der Pollen-Attacke ist der bisher milde Winter. Verschmutzte Luft macht die Pollen zusätzlich flügge, so eine Studie des Helmholtz-Zentrums in München. Birken an Hauptstraßen beispielsweise setzen 3-mal mehr Allergene frei als Wiesen-Bäume. Kurzfristige Hilfe gegen die Symptome bieten verschiedene Präparate (Apotheke). Die Hyposensibilisierung kann dagegen grundlegend helfen (Start im Herbst, Arzt fragen). Eine sanfte und nicht müde machende Möglichkeit bietet die Homöopathie (z. B. Heuschnupfenmittel DHU, Apotheke). Die Wirkstoffe können akut die Symptome lindern. Wer 4 Wochen vor Saisonstart mit der Einnahme beginnt, hat die Chance, auch nachhaltiger Erfolg zu haben: Die überschießende Reaktion des Organismus kann gedämpft werden.

Weitere Tipps gegen Heuschnupfen Pollen-Apps herunterladen: Wann und wo die Pollen fliegen, verraten kostenlose Apps wie „Husteblume“ oder „Pollen“. Angepasst lüften: Jeweils nur zu Pollenniedrigzeiten lüften; in der Stadt früh ab 6 bis 8 Uhr, auf dem Land spät zwischen 20 und 24 Uhr. Pollenpause machen: In der Hochsaison einen halben Tag pro Woche im pollenfreien Hallenbad verbringen. Höchstleistung vermeiden: Sport ins Studio verlegen oder z. B. nach einem luftreinigenden Regenschauer laufen. Pollen draußen lassen: Gleich nach dem Nach-Hause-Kommen Kleidung draußen (!) ausschütteln, duschen und Haare waschen.

Foto: Karin Mertens/akz-o

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