Mit einer Drohne lassen sich spektakuläre Fotos aus der Vogelperspektive schießen. Doch die Nutzung der ferngesteuerten Fluggeräte birgt Risiken, die versichert werden müssen – was Hobbypiloten wissen sollten.

Bis vor wenigen Jahren waren Drohnen nur etwas für Technikfreaks, schon 2014 aber zählten die kleinen Flugobjekte zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Einfache Modelle mit HD-Kamera für Hobbyfilmer kosten rund 100 Euro. Weltweit wurden bereits etwa 3,6 Millionen Drohnen für den Privatgebrauch verkauft. Tendenz steigend: Laut einer Studie der Versicherungsexperten von Lloyd’s of London wird der Drohnenmarkt bis 2025 auf etwa 91 Milliarden Dollar wachsen und sich somit mehr als verdoppeln.

Doch was passiert, wenn eine Drohne Schäden verursacht? Im Flugverkehr können Zwischenfälle katastrophale Folgen haben. Beinahe-Kollisionen gab es bereits. So musste im April 2015 ein Rettungshubschrauber in der Nähe des Flughafens Münster/Osnabrück in etwa 450 Metern Höhe einer Drohne ausweichen. Am Flughafen in Frankfurtam Main entging eine Cessna in ähnlicher Höhe nur knapp einem Zusammenstoß.
Vorgeschrieben ist, dass ein Hobbypilot immer Sichtkontakt mit seiner Drohne haben muss und sie nicht höher als 300 Meter fliegen darf. Zudem ist ein Sicherheitsabstand von 1,5 Kilometern zu Flughäfen und Landeplätzen einzuhalten. Der Flug über Menschenmengen sowie Einrichtungen wie Kraftwerken, Militärobjekten oder Krankenhäusern ist generell verboten. Weil aber selbst der umsichtigste Pilot technische oder menschliche Fehler nicht gänzlich ausschließen kann, muss jeder Nutzer seine Drohne versichern – auch nahe den Wolken ist die Freiheit nicht grenzenlos. Eine Tatsache, über die beim Kauf häufig unzureichend informiert wird. Dabei ist die gesetzliche Regelung eindeutig: Wer mit seiner Drohne etwas beschädigt, haftet nach dem Luftverkehrsgesetz und ist dementsprechend verpflichtet, sein Flugobjekt zu versichern. Nur wenn es sich nicht um ein Luftfahrzeug, sondern um ein Spielzeug handelt, besteht keine Versicherungspflicht. Geräte mit Funkfernsteuerung gelten aber in der Regel als Luftfahrzeuge – Drohnen zählen dazu.

Seit Oktober 2015 können Flugmodelle und Lenkdrachen bis fünf Kilo Startgewicht bei der Allianz in der Privat-Haftpflicht mitversichert werden (im Tarif SicherheitBest). Bedingung ist jedoch, dass die Drohne ausschließlich privat verwendet wird. Wer sie für berufliche Zwecke einsetzt, zum Beispiel ein Profifotograf für Luftaufnahmen, braucht eine Halter-Haftpflicht, wie sie etwa die Allianz Global Corporate & Speciality SE anbietet. Wichtig Wer eine Drohne mit Kamera verwendet, ist verpflichtet, die Privatsphäre anderer zu respektieren. Andernfalls hat er keinen Versicherungsschutz.

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