Internationale »PORZELLANBIENNALE« in Meißen

_MG_432425 Porzellankünstler kommen zur internationalen »PORZELLANBIENNALE« nach Meißen

Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst e.V. möchte Albrechtsburg Meissen zum Treffpunkt zeitgenössischer Porzellankünstler machen.

image00125 Porzellankünstler aus Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Russland, der Ukraine und Polen sind für den Auftakt der ersten internationalen PORZELLANBIENNALE angesprochen worden.
»Unsere Idee, in der Geburtsstadt des ersten europäischen Porzellans eine Leistungsschau zeitgenössischer Porzellankunst zu positionieren, hat die versprochene Aufmerksamkeit erlangt«, freut sich Olaf Fieber, Vorsitzender des Vereins zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst e.V.
Der Verein initiiert die erste PORZELLANBIENNALE zusammen mit der Albrechtsburg Meissen, in der bekanntlich Johann Friedrich Böttcher das Weiße Gold einst entwickelte und produzierte.

Vom 17. Juli bis zum 18. September 2016 werden Arbeiten aus dem OEuvre der Künstler auf der Albrechtsburg Meissen zu sehen sein. »Wir werden bis zu drei Arbeiten pro Künstler in den Räumen der Albrechtsburg präsentieren«, erklärt Olaf Fieber. »Unser Ziel ist es, das Porzellan als Kulturgut im Kontext internationaler Einflüsse neu zu bewerten, zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie innovative Impulse zu setzen.«
Ein Katalog wird zur Ausstellung entstehen.
Für 2016 werden Künstler nach Meißen eingeladen, die mit dem keramischen Material Porzellan experimentieren und sich auf dem Gebiet der bildenden Kunst schöpferisch betätigen. Zugelassen zur Ausstellung sind sämtliche künstlerischen Ausdrucksformen, ausgenommen indes ist seriell hergestellte Kunst.
Für die Initiatoren der PORZELLANBIENNALE ist aktuell eine Trendwende auf dem Porzellan-Kunstmarkt spürbar: Die Kunst der Bildhauerei und des plastischen Gestaltens mit dem Werkstoff Porzellan erlebt im 21. Jahrhundert eine Renaissance. »Meißen mit seiner über 300-jährigen handwerklichen und künstlerischen Porzellangeschichte und -gegenwart in diesem Prozess impulsgebend zu positionieren, halten wir für unabdingbar. Kein Ort Europas ist ein so prägendes Synonym für Porzellan wie Meißen.«

In den kommenden Wochen werden zahlreiche Pakete mit der Aufschrift »Vorsicht, Porzellan!« in Meißen eintreffen. »Jetzt beginnt die heiße Phase der Ausstellungskonzeption und –gestaltung«, freut sich Schlossleiter Uwe Michel. Er unterstützte von Beginn an die Idee der Meißner Porzellankünstler, eine Porzellanbiennale einzuberufen. Inzwischen wurde es ein gemeinsames Projekt der Künstler und der Albrechtsburg. »Nach der diesjährigen Auftaktausstellung in unseren Räumen werden wir den Biennale-Charakter weiter profilieren.«

Zur Porzellan Biennale Meißen 2018 werden nationale und internationale Künstler aufgefordert, ihre Porzellan-Kreationen im Rahmen eines Wettbewerbs einzureichen. Eine Jury wird dann eine Auswahl für die Ausstellung treffen. Die besten Arbeiten werden zur PORZELLANBIENNALE gezeigt. Als Preis wird in Anlehnung an Johann Friedrich Böttcher der »JOHANN« ausgelobt. »Die mit dem »JOHANN« ausgezeichnete Arbeit wird in Meißen verbleiben«, so Olaf Fieber, Vorsitzender des Vereins zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst e.V.. Dieser hat sich zur Aufgabe gestellt, Kunst zu fördern, die durch das keramische Material Porzellan geschaffen wird. Mit den prämierten Biennale-Kunstwerken wird der Verein nach und nach eine Sammlung zeitgenössischer Porzellankunst in Meißen aufbauen.
Schirmherrin der internationalen PORZELLANBIENNALE ist Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Die Biennale wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturraum Meißen Sächsische Schweiz Osterzgebirge, der Albrechtsburg Meissen und der Stadt Meißen unterstützt. Zudem wurden zahlreiche Firmen der Stadt Meißen und der Region um Unterstützung gebeten und eingeladen, sich in das Zukunfts-Projekt einzubringen.


Hintergrund: Über 300 Jahre reicht die Tradition der künstlerischen und handwerklichen Fertigung von Porzellan in Meißen zurück. Meißen steht in Europa als Synonym für Porzellan und Porzellankunst. Auf der Albrechtsburg Meissen wurden die Technologie entwickelt, Werkstoffgeheimnisse erforscht und in der Stadt von Künstlerinnen und Künstlern bis heute in Formen gebracht. Die PORZELLANBIENNALE greift diese Tradition auf und will zugleich neue Impulse für den Kunstmarkt im Bereich Porzellan setzen. Meißen soll zu einem Schaufenster zeitgenössischer Porzellankunst werden. Meißen ist von seiner Geschichte und Gegenwart prädestiniert dafür, zum Treffpunkt führender zeitgenössischer bildender und Künstler des plastischen Gestaltens mit dem Werkstoff Porzellan zu werden. Künftig sollen alle zwei Jahre die besten künstlerischen Arbeiten auf dem Gebiet der Porzellan-Kunst im Rahmen einer Sonderausstellung in der Albrechtsburg Meissen gekürt werden.

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