„Jeder wäre irgendwie gern ein Held!”

Ben Metzner, Kopf von D’Artagnan, gastiert mit seinen Musketieren am 16. März um 20.00 Uhr in der Scheune Kulturzentrum Dresden.


Elbgeflüster: Der Name leitet sich von der historischen Figur D’Artagnan ab, die auch als Hauptfigur des Romans Die drei Musketiere dient. Sind Sie also mit Mantel- & Degenfilmen aufgewachsen?
Ben Metzner: Ganz klar! Das Thema ist ja nicht totzukriegen – jede Generation hat ihre eigenen Filme dazu, das wird alle paar Jahre wieder neu umgesetzt. Das macht es für uns so schön, mit all den Begriffen der Musketier-Bilderwelt zu spielen.

Elbgeflüster: Ist einer der Gründe für den Erfolg, dass der Musketier-Rock Fernweh und Abenteuerlust auslösen?
Ben Metzner: Abenteuerlust und die Sehnsucht nach einer einfacheren, überschaubaren Welt sind heute stärker denn je in uns Menschen. Natürlich war die Welt im 17. Jahrhundert keineswegs einfacher, schöner oder romantischer als heute. Im Gegenteil: In der Zeit, in der die Musketier-Romane angesiedelt sind, wütete in Deutschland der dreißigjährige Krieg, ein unbarmherziger, Generationen und Länder umspannender Konflikt, genährt aus Konfessionsspaltung, Gebietsansprüchen diverser Adelshäuser und der puren Machtgier großkotziger Politiker aus ganz Europa. Ausgetragen wurde das Ganze zulasten der einfachen Bevölkerung. Das kommt einem ja irgendwie bekannt vor… Und trotzdem – oder gerade deshalb – tut es gut, sich in Musik, Film oder Literatur in romantische Bilderwelten zu flüchten. Ein bisschen weniger Alltag, ein bisschen mehr Abenteuer.

Elbgeflüster: „Große Taten, Heldenmut und schöne Frauen“. Diese Aussage kann man auch als Appeal für zeitlose Werte interpretieren.
Ben Metzner: Absolut! Jeder wäre irgendwie gern ein Held, Helden sind gern gesehen, man blickt zu ihnen auf. Ob Achilles, Han Solo oder dArtagnan – Heldengeschichten sind DER Klassiker!

Elbgeflüster: Wo bekommen Sie denn die Inspirationen für die Melodien und Texte her?
Ben Metzner: Mich haben schon immer Burgen, Schlösser, Geschichte, Geheimnisse, Fantasy, Mittelalter – und alles was dazu gehört – wahnsinnig interessiert und inspiriert. Wenn man durch die Welt läuft und sich bei jeder alten Sandsteinmauer – und davon gibt es in Nürnberg viele – fragt, was wohl vor 100,500,1000 Jahren dort passiert ist, dann laufen viele Filme im Kopf ab. Ich übertrage dann gerne Dinge, die mir im ganz normalen Leben passieren, in eine solch altertümlich anmutende Bildsprache. Das funktioniert ganz wunderbar – weil die wichtigen Themen wie Liebe, Treue, Freundschaft vor 1000 Jahren eben nicht anders waren als heute.

Elbgeflüster: Wie erklärt Sie sich eigentlich den Boom der Mittelalter-Kultur?
Ben Metzner: Wie schon erwähnt, wir brauchen einen Zufluchtsort aus dem Alltag. Und in ein romantisiertes Mittelalter träumt sich ein jeder gern hinein. Gerade in Deutschland, wo bereits im 19. Jahrhundert mit der Zeit der Romantik ein echter Mittelalter-Hype entstand. Damals haben sich die Menschen in einer immer mehr industrialisierten Welt wieder nach Rittern und ihren edlen Werten, Burgen und schönen Landschaften gesehnt. Das ist heute nicht anders.

Elbgeflüster: Mandoline, Flöte und Dudelsack sind musikalisches Kennzeichen der Musik. Wie kamen Sie denn zu diesen besonderen Instrumenten?
Ben Metzner: Ich habe mein Leben lang Musik gemacht, ich habe das in die Wiege gelegt bekommen. Als Mittelalter und Fantasy-Fan lag es irgendwann für mich sehr nahe, auch besondere Instrumente zu lernen, um damit auf die musikalische Art in alte Zeiten abzutauchen.

Elbgeflüster: Schenken Sie uns zum Abschluss bitte eine Lebensweisheit.
D’Artagnan: Lasst, Freunde uns an diesem Tag vergeben und verzeih’n, wer weiß, wie man zu leben wagt wird nie alleine sein.

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Wir verlosen unter allen Teilnehmern 1 x 2 Freikarten.

Mitmachen ist denkbar einfach: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „D’Artagnan“ sowie Ihre Kontaktdaten an: gewinnspiel (at) elbgefluester.de oder senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „D’Artagnan“ an Elbgeflüster, Goethestr. 81, 01587 Riesa. Bitte eine Telefonnummer nicht vergessen. Einsendeschluss: 10.03.18. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Holger Fichtner

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