„Fans haben uns glücklicherweise zu einer Fortsetzung gedrängt!“

Michael „Bully“ Herbigs neuester Kinohit „Bully-parade“ wird ab dem 17. August unsere Lachmuskeln unter anderem im Filmpalast Riesa strapazieren.


Elbgeflüster: Die „Bullyparade“ kommt erstmals auf die große Leinwand. Strengt man sich bei einem Kinofilm mehr an als bei einer TV-Produktion? Michael „Bully“ Herbig: Also, beim Spielen macht es keinen Unterschied. Aber der Apparat ist weitaus größer, wenn man einen Kinofilm herstellt. Und da es sich hier auch noch um fünf Episoden handelt, fühlte es sich auch wie fünf Filme an. Für alle Abteilungen – wie Ausstattung, Kostüm oder Makeup – war das ein enormer Aufwand. Ich nehme das Genre immer ernst. Die Zuschauer sollen immer denken, dass sie einen amtlichen Western oder einen richtigen Science-Fiction sehen. Je ernster man die Situation nimmt, desto besser funktioniert der Bruch durch die Figuren.

Elbgeflüster: Wie groß war die Versuchung, eine weitere Parodie auf die Karl-May- oder Star-Trek-Filme zu drehen? Michael „Bully“ Herbig: Wir haben uns 16 Jahre erfolgreich gegen eine Fortsetzung gewehrt. Aber die Fans unserer Filme haben zum Glück nicht lockergelassen und das führte dann zu der Entscheidung, als Abschluss alle Figuren nochmal auf die Leinwand zu bringen. Wenn Woody Allen, Mel Brooks und die Monty Pythons so was schon mal gemacht haben, dann kann man ja mal sagen: Das machen wir jetzt nach!

Elbgeflüster: Wäre ein Spin-off über einzelne Figuren für Sie denkbar? Michael „Bully“ Herbig: Aus der heutigen Sicht würde ich sagen: das war’s. Aber vielleicht sage ich ja in zwei Jahren: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern! (lacht)

Elbgeflüster: Fiel Ihnen die Stoffentwicklung genauso leicht wie vor 20 Jahren? Michael „Bully“ Herbig: Wir hatten erstmal nur diese eine Woche und niemand schreibt in so kurzer Zeit ein Drehbuch. Wir hatten uns nicht getroffen, weil wir gerade alle wahnsinnig viel Zeit, sondern weil wir Lust hatten. Es war wie in einem Think-Tank. Anschließend drehte Christian „Hubert und Staller“ und Rick ist wieder auf Tournee gegangen und ich hab´ erstmal mit Alfons weitergeschrieben. Nach diesem Startschuss dauerte es noch ein Dreivierteljahr, bis wir mit der Entwicklung des Drehbuchs fertig waren. Es war hilfreich, dass es Episoden waren, deshalb konnten wir eine gewisse Dramaturgie vernachlässigen.

Elbgeflüster: Und wie schafft man es, gleichzeitig Regisseur, Produzent, Co-Autor und Schauspieler zu sein? Ist das nicht enorm stressig? Michael „Bully“ Herbig: Da hat sich bei uns im Lauf der Zeit ein wirklich gutes Team gebildet. Ich vertraue dem Produktionsleiter und dem Herstellungsleiter, die schreien schon rechtzeitig Alarm. Und was den Spielleiter betrifft, hat mir die „Bullyparade“ damals wirklich geholfen, weil wir klein angefangen haben. Ich kenne es gar nicht anders, es ist halt immer ein bisschen größer geworden. Aber von der Arbeitsweise hat sich nicht viel verändert.

Elbgeflüster: Wo steht jetzt eigentlich der Trabi, den Sie in eine Zeitmaschine umfunktioniert haben? Michael „Bully“ Herbig: Im Bullyversum in München. Kann man besuchen: Bavaria Filmplatz, Geiselgasteig. Ich bin ja ein Sammler. Solch ein Fahrzeug wird extra hergestellt. Dieser Trabi fuhr wirklich. Rick hat ihn sogar selber gesteuert. Die Flügeltüren einzubauen war eine technische Meisterleistung – und sie haben auch funktioniert. Ich finde es immer schade, wenn so was anschließend auf den Müll gekippt wird. Vielleicht stellen wir den Trabi zur Premiere noch mal irgendwo auf, ansonsten
geht er ins Bullyversum.

+++ Gewinnspiel +++ Gewinnspiel +++ Gewinnspiel +++ Gewinnspiel +++ Gewinnspiel +++ 

Wir verlosen unter allen Teilnehmern 1x ein Bullyparade-VIP-Paket (2 Freikarten, 2 Getränke & 2 Popcorn) für den Filmpalast Riesa.

Mitmachen ist denkbar einfach: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Bullyparade“ sowie Ihre Kontaktdaten an: gewinnspiel (at) elbgefluester.de oder senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Bullyparade“ an Elbgeflüster, Goethestr. 81, 01587 Riesa. Bitte eine Telefonnummer nicht vergessen. Einsendeschluss: 10.08.17. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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