„Ich habe mich nur selten wirklich bedroht gefühlt.“

Am 2. November um 19.00 Uhr stellt der Politiker und Autor Thilo Sarrazin sein aktuelles Buch „Wunschdenken“ in der Stadthalle stern vor.


Elbgeflüster: In Ihrem neuen Buch „Wunschdenken“ beklagen Sie das Scheitern der Politik. Welche Fehler sind denn Ihrer Meinung nach die schwerwiegendsten? Thilo Sarrazin: Ich analysiere, warum Politik so häufig scheitert. Der schwerwiegendste Fehler ist sicherlich die Tendenz der Politiker, die Gründe von Fehlentwicklungen nicht wirklich sorgfältig zu untersuchen und klar zu benennen und sich stattdessen schnell in Symptomkuren und Scheinlösungen zu flüchten.

Elbgeflüster: „In der Sache selbst hat er in vielem Recht.“ urteilte unter anderem die NZZ am Sonntag. Viele renommierte Medien lobten Ihr Werk. Fühlen Sie nach anfänglicher großer Kritik an ihrer Person mittlerweile eine große Genugtuung? Thilo Sarrazin: Die Kritik an meiner Person habe ich immer getrennt von meinem Werk. Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich mit meinen Warnungen leider meist richtig lag.

Elbgeflüster: Wird sich Deutschland soziokulturell in den kommenden 50 Jahren stark verändern? Thilo Sarrazin: Veränderung wird es immer geben. Wenn wir in der Flüchtlings- Einwanderungs- und Integrationspolitik so weitermachen wie bisher, werden in 50 Jahren in Deutschland mehrheitlich Muslime leben, deren Vorfahren aus dem Nahen und Mittleren Osten und aus Afrika kamen.

Elbgeflüster: Gerade beim Thema Flüchtlinge sind die Diskussionen sehr „digital“ geworden, sprich man wird schnell einem politischen Extrem zugeordnet. Ist in der breiten Öffentlichkeit überhaupt noch eine sachliche Diskussion zu diesem Thema möglich? Thilo Sarrazin: Wer in der Diskussion sachlich bleibt und seine Argumente kennt, kann gegenüber Angriffen und Herabsetzungen gelassen sein. Sie betreffen ihn ja nicht.

Elbgeflüster: Wie ist Ihr Stand bei der SPD, sind Sie komplett isoliert oder sich wieder nähergekommen?
Thilo Sarrazin: Ich bin unangefochtenes Parteimitglied und kenne viele Parteifreunde, die so denken wie ich.

Elbgeflüster: Sie sind ein streitbarer Politiker und Autor. Fühlen Sie sich immer noch ernsthaft bedroht?
Thilo Sarrazin: Ich habe mich nur selten wirklich bedroht gefühlt.

Elbgeflüster: Schenken Sie uns zum Abschluss bitte eine Lebensweisheit. Thilo Sarrazin: Was Du auch tust, tue es klug und bedenke das Ende.

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Wir verlosen unter allen Teilnehmern 1 x 2 Freikarten.

Mitmachen ist denkbar einfach: Schicken Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thilo Sarrazin“ sowie Ihre Kontaktdaten an: gewinnspiel (at) elbgefluester.de oder senden Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Thilo Sarrazin“ an Elbgeflüster, Goethestr. 81, 01587 Riesa. Bitte eine Telefonnummer nicht vergessen. Einsendeschluss: 20.10.17. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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