Die diesjährige Sonderausstellung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist die Wander-Exposition „’Lasst mich ich selbst sein.‘ Anne Franks Lebensgeschichte“ des Anne Frank Hauses Amsterdam, in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum Berlin. Sie verbindet Geschichte und Gegenwart, zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat.

Die Kabinettausstellung ist vom 28. Januar bis zum 12. März 2018 im Haus am Poppitzer Platz 3 in Riesa zu sehen und ist erneut ein beredtes Beispiel des kooperativen Handelns vieler regionaler Akteure gegen das Vergessen und wider den Geschichtsrevisionisten und Holocaustleugnern.

Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Riesa, Marco Müller, und der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft, Siegfried Reiprich, laden traditionsgemäß gemeinsam zur Eröffnung der Sonderausstellung ins Stadtmuseum der FVG Riesa mbH ein. In diesem Jahr findet diese schon am Freitag, den 26. Januar um 18:00 Uhr, am Vorabend des Gedenktages statt.

Die Präsentation der Anne Frank Schau wurde durch die enge Zusammenarbeit der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain mit dem Riesaer Museumsprojekt „Mit kleinen Schritten in die große Welt – Kind sein in Riesa im 20. und 21. Jahrhundert“ ermöglicht. Beide Projektträger haben die Eröffnungs- und Begleitveranstaltungen konzipiert und organisiert sowie weitere Partner, wie die Landesbühnen Sachsen, den HATiKVA e.V., die SchulKinoWochen Sachsen sowie die Riesaer Stadtbibliothek zur Kooperation gewinnen  können.

So zeigen die Landesbühnen Sachsen ihre Inszenierung der Mono-Oper von Grigori Frid „Das Tagebuch der Anne Frank“ gleich zweimal im Stadtmuseum, zum Eröffnungsabend der Ausstellung am 26. Januar und als Schultheateraufführung am 08. Februar um 10:30 Uhr.

Am 27. Februar holt die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain im Rahmen der Reihe „Vortrag am Dienstag“  Frau Dr. Gunda Ulbricht, Bildungsreferentin im HATiKVA e.V., ins Stadtmuseum. Sie wird über „Jüdisches Leben in der DDR“ sprechen sowie Publikumsfragen Rede und Antwort stehen.

Zum Abschluss der Sonderschau „Lasst mich ich selbst sein.“ wird am 12. März um 08:00 Uhr der deutsche Kinofilm aus dem Jahr 2016 „Das Tagebuch der Anne Frank“  im Riesaer Filmpalast Capitol zu sehen sein. Daran schließt sich eine Filmbesprechung mit der Leipziger Filmpädagogin Barbara Wallbraun an. Die Vorstellung findet im Rahmen der SchulKinoWochen Sachsen statt, bei denen bis zum 23. März insgesamt 12 verschiedene Filme gezeigt werden.

Im Rahmen ihrer pädagogischen Angebote bieten die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain sowie das Stadtmuseum Riesa ausgewählte Begleitveranstaltungen sowie Sonderführungen für Schulklassen im Haus am Poppitzer Platz an.

Eine ganz besondere Offerte wird die Stadtbibliothek der FVG Riesa mbH für Jugendgruppen unterbreiten. 2017 erschien im S. Fischer Verlag zum 70. Jahrestag der Erstveröffentlichung eine völlig neue Fassung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ als Graphic Novel, als Comic, umgesetzt von Ari Folman und David Polonsky. Ihre Version des Tagebuchs ist eine einzigartige Kombination aus dem Originaltext und lebendigen, fiktiven Dialogen, mit eindrücklichen und einfühlsamen Illustrationen und Comiczeichnungen, autorisiert vom Anne Frank Fonds Basel. Das Team der Kinder- und Jugendbibliothek hat nun diesen Comic sehr akribisch analysiert und dazu ein literaturpädagogisches Angebot ab Klassenstufe 5 erarbeitet, welches sie parallel zur Kabinettausstellung und auch darüber hinaus anbieten wird.

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