Kürbisse · Nicht nur für Halloween

Der Kürbis hat vor allem an Halloween Hochkonjunktur. Doch das Gemüse, das genau genommen zu den Beerenfrüchten zählt, ist für reine Dekorationszwecke zu schade. Es lassen sich zahlreiche leckere Rezepte mit ihm zaubern. Spätsommer und Herbst sind die ideale Jahreszeit, um den Kürbis öfters auf den Speiseplan zu setzen. Er schmeckt lecker und ist ein Schlankmacher, der neuen Pepp in die herbstliche 5 am Tag-Ernährung bringt.
Wer mit dem Kürbis leckere Rezepte zaubern will, hat die Qual der Wahl: Mit sage und schreibe 118 Gattungen und 800 verschiedenen Arten ist die Kürbisfamilie riesig – da ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei. Das meist orange- oder rotfarbene Fruchtfleisch kann fest oder weich sein. Je nach Gattung und Sorte schmeckt es mal nussig, mal hat es eher einen fruchtigen Geschmack, mal erinnert es an Marroni. So vielfältig wie sein Geschmack sind die Zubereitungsmöglichkeiten: Das Kürbisfleisch lässt sich in Suppen, Aufläufen, Salaten, Kuchen, Kompott und Marmeladen verarbeiten – je nach Lust und Laune. Lecker sind auch geröstete Kürbiskerne. Warum also nicht im Herbst öfter mal eine der täglichen 5 Portionen Obst und Gemüse als Kürbisgericht gestalten? Der Genuss ist auf jeden Fall gesund: Wegen seines hohen Wassergehalts – etwa 90 Prozent – und seines niedrigen Kaloriengehalts gilt der Kürbis als idealer Schlankmacher.
Egal, für welche Sorte man sich letztlich entscheidet: Der Kürbis ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralien. 100 Gramm Fruchtfleisch enthalten durchschnittlich 88 g Wasser, 12 g Vitamin C, 8 g Kohlenhydrate, 0,24 g B-Vitamine, 2,3 g Ballaststoffe, 1 g Eiweiß, und andere. Weiter sind die so genannten Carotinoide stark vertreten. Sie wirken als Antioxidiantien der Bildung freier Radikale im Körper entgegen und können so möglicherweise vor Arteriosklerose, grauem Star, Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Auch regen sie das Immunsystem an und stärken die körpereigenen Abwehrkräfte. Der Verzehr von Kürbisfleisch wirkt auch einem erhöhten Cholesterinspiegel entgegen, denn die in den Kernen enthaltenen Phytosterine binden das körpereigene Cholesterin und machen es somit unschädlich.

Hier noch einige Tipps: Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass der Kürbis äußerlich unbeschädigt ist. Die optimale Lagertemperatur für Kürbisse liegt bei 10 bis 15 Grad. Man sollte berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Kürbisse in der Härte ihrer Schale unterscheiden. Praktisch: Beim Hokkaido-Kürbis ist neben dem Fruchtfleisch auch die Schale essbar. Wer Fruchtfleisch übrig hat, friert es am besten ein. Dazu schneidet man es in kleine Stücke, kocht es bei mittlerer Hitze und verarbeitet es zu einem Mus, das abgekühlt und verpackt in den Gefrierschrank kommt.

Für weitere Informationen zur Gesundheitskampagne, die durch Fördermittel der Europäischen Gemeinschaft unterstützt wird: www.machmit-5amtag.de

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