Mechanik? Ja. Aber das ist längst nicht mehr alles. Autos sind heute wie Computer, nur auf Rädern. Sie funktionieren auf Knopfdruck. Wer heute in einer Kfz-Werkstatt arbeitet, muss daher vor allem etwas von Elektronik verstehen. Kfz-Mechatroniker/-innen können beides.
Notebook und computergestütztes Diagnosegerät: Das sind die Werkzeuge, mit denen die Fehlerdiagnose heute bei der Autoreparatur erfolgt. Und trotzdem: „Angst um seine Fingernägel darf hier niemand haben“, sagt Maria Schneider, setzt das Rad, das sie soeben abmontiert hat, auf den Boden und zeigt ihre schwarzen Hände. Seit vergangenem November absolviert die junge Frau eine duale Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin in einer Berliner Werkstatt (www.praktisch-unschlagbar.de). Hier ist sie die einzige Frau. „Da herrscht schon ein etwas männlicherer Ton“, sagt sie. Wenn eine Schraube besonders festsitzt, muss sie auch mal einen Kollegen fragen. „Aber“, so sagt sie, „die Kollegen fragen ja auch, ob man ihnen mal zur Hand gehen kann.“
Für Maria Schneider ist all das kein Hindernis. Schon vor einem Jahr hat sie einen PS-starken V8-Motor in einen Polo eingebaut. „In ein Show-Auto für Tuner-Treffen, das keine Chance auf eine Straßenzulassung hatte.“ Die mittlerweile Achtzehnjährige lächelt: „Ich liebe Autos. Dass ein Pkw fährt, ist ja ein Zusammenspiel aus so vielen Faktoren. Ich will die Technik dahinter verstehen.“

Foto: BMBF/spp-o

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