Richter: Wer trotzdem Auto fährt, wird bestraft

Nürnberg (D-AH/fk) – Ein Autofahrer unter Drogeneinfluss kann sich nicht mit aktuellen Schicksalsschlägen herausreden. Jedenfalls dann nicht, wenn ihm regelmäßiger Konsum nachgewiesen werden kann. Daher verlor er zu Recht seine Fahrerlaubnis, entschied das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen (Az. 9 K 2633/14).

Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline (www.deutsche-anwaltshotline.de) berichtet, geriet ein Mann unter dem Einfluss von Cannabis in eine Verkehrskontrolle. Seine Blutwerte sprachen für einen gelegentlichen Cannabiskonsum. Das Ergebnis schob er aber auf Schlafmangel – er will nur einmal konsumiert haben. Das begründete er mit persönlichen Schicksalsschlägen: Er trauere um seinen verstorbenen Vater und seine Freundin hatte ihn verlassen. Daher kämpfte er vor Gericht um seine Fahrerlaubnis.

Doch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte keine Zweifel am medizinischen Gutachten. Dass der Fahrer nicht nur einmal Cannabis konsumiert habe, sah das Gericht dadurch als erwiesen an. „Deswegen könne er sich auch nicht auf einen Ausnahmefall wegen Schicksalsschlägen berufen“, erklärt Rechtsanwalt Frank Böckhaus (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1875000-0 für 1,99 Euro pro Minute). Der Fahrer sei nach Ansicht des Gerichts ein Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr und habe seinen Führerschein daher zu Recht verloren.

(05.01.2015)

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