So holen Hobbygärtner das Beste aus der Hasel- und Walnuss-Saison.

Wer einen Nussbaum im Garten hat, kennt das Dilemma: Man freut sich, wenn er reichlich trägt. Aber wohin mit all den Früchten? Sammeln, trocknen, knacken – das ist mühsam und zeitintensiv. Doch es lohnt sich, denn Walnüsse sind ebenso wie Haselnüsse lecker und sehr gesund. Eine besondere Delikatesse ist außerdem ihr Öl. Bis zu 90 Euro kostet ein Liter in Bioqualität. Seit Kurzem gibt es im Fachhandel kleine Geräte für den Hausgebrauch, welche die Ernte und Verwertung erleichtern.

Auflesen: Sind die Walnüsse reif, platzen ihre grünen Schalen auf, und die Früchte fallen vom Baum. Ein Auflesegerät spart das Bücken beim Sammeln. Kleine Helfer wie der Rollblitz werden an einem Stiel über den Rasen geschoben und sammeln dabei die Nüsse – auch Haselnüsse – automatisch in einen Drahtkorb, der sich leicht leeren lässt. Wie das genau funktioniert, sieht man unter www.rollblitz.de.

Reinigen: Walnüsse werden am besten mit einer Bürste von Schmutz befreit. „Bei größeren Mengen lohnt es sich, spezielle Obstkisten und dafür passende Siebeinsätze anzuschaffen“, weiß Timo Wiesenauer von Feucht Obsttechnik in Erbstetten. Die gibt es, ebenso wie viele weitere handliche Geräte zum Trocknen, Knacken und Pressen, im Fachhandel. In den Kisten können die Nüsse mit einem Hochdruckreiniger abgebraust werden. Sie liegen nicht im Wasser – das verhindert, dass Feuchtigkeit in die Schale eindringen kann und die Nüsse schimmeln.

Trocknen: Bevor die Nüsse genießbar sind, müssen sie rund vier Wochen gut trocknen, am besten großzügig ausgebreitet an einem warmen Ort. Wer dafür keinen Platz hat, kann mit einem Trockengerät arbeiten. Damit können pro Tag etwa 40 Liter Nüsse getrocknet werden. Bei dieser Art der Trocknung ist die Qualität auch deutlich besser. „Die Anschaffung lohnt sich bereits, wenn man die Ernte von zwei bis drei Bäumen verwerten möchte“, so der Fachmann.

Kalibieren & Knacken: Die großen Nüsse für den bunten Teller, die kleineren für Öl. Auch hier gibt es schnellere Methoden, als per Hand zu sortieren. Kalibriersiebe übernehmen diese Aufgabe. Durch die unterschiedlich großen Schlitze passen dann jeweils nur Nüsse mit einem bestimmten Umfang. Schnell und leicht geknackt werden bis zu 15 Kilo pro Stunde in Geräten wie dem Wal Man Small. Als Zubehör gibt es ein Gebläse, das Schalen und Kerne trennt.

Pressen: Nussöl ist eine wertvolle Köstlichkeit, die Gewinnung aber Schwerstarbeit. Handliche Pressen mit Hydraulikantrieb übernehmen diesen Arbeitsschritt. Da schonend und vor allem kalt gepresst wird, bleiben dabei alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Weitere Infos zur Nussverarbeitung finden Interessierte auch online unter www.feucht-obsttechnik.de.

Foto: djd/www.rollblitz.de

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