Zu schlau für Stau

Mobilität: Mit Künstlicher Intelligenz gegen das Verkehrschaos.

Ferienzeit ist Stauzeit. Das ist auch in diesem Jahr nicht anders – die Staumenge steigt sogar Jahr für Jahr an. Ob und wie bei der Lösung die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI) helfen kann, damit beschäftigt sich auch das „Wissenschaftsjahr 2019 – Künstliche Intelligenz“. Der bekannteste Lösungsansatz ist das Autonome Fahren. Der Mensch soll zukünftig nur noch das Ziel eingeben. Das vergrößert den Komfort und soll vor allem menschliche Fehler verhindern. Auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ kann man in einer Simulation ausprobieren, wie es sich anfühlt, Beifahrer in einem autonom fahrenden Fahrzeug zu sein. Das Schiff tourt bis Ende Oktober durch Deutschland und Österreich, alle Orte und Termine sowie weitere Infos gibt es unter www.wissenschaftsjahr.de.

Autonomes Fahren verhindert Unfälle durch menschliche Fehler Das wohl bekannteste Beispiel für die Möglichkeiten, die KI in Fragen der Mobilität bietet, ist das sogenannte Autonome Fahren – ein so zentrales Thema, dass Forschungsministerium, Verkehrsministerium und Wirtschaftsministerium kürzlich eine gemeinsame Strategie vorgestellt haben, um die Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet voranzubringen. Während aktuell schon viele intelligente Fahrassistenten wie Spurhaltesysteme oder Einparkhilfen zum Einsatz kommen, soll der Mensch zukünftig nur noch das Ziel eingeben müssen. Das vergrößert nicht nur den Komfort, sondern soll auch menschliche Fehler verhindern. Wer schon jetzt einmal in einer Simulation ausprobieren möchte, wie es sich anfühlt, Beifahrer in einem autonom fahrenden Fahrzeug zu sein, bekommt diese Möglichkeit an Bord der MS Wissenschaft. Das Ausstellungsschiff tourt im Rahmen des Wissenschaftsjahres bis Ende Oktober durch Deutschland und Österreich.

Mit KI Kapazitätsprobleme auf den Straßen lösen „Mit neuen Methoden der KI lernt der Computer anhand einer riesigen Datenmenge, wie etwa ein Mensch oder ein Baum aussieht. Durch die vielen Beispieldaten kann er sich verschiedene Verkehrssituationen aneignen und diese schließlich im Fahrzeug selbstständig anwenden“, erklärt Ilja Radusch, Leiter des Geschäftsbereichs Smart Mobility am Fraunhofer-Institut FOKUS. Mit Blick auf die Potenziale von KI, Staus zu vermeiden, unterstreicht der Experte: „Schon jetzt helfen KI-Systeme bei Kapazitätsproblemen – sowohl bei der Vorhersage des zukünftigen Bedarfs als auch bei der optimierten Verteilung. Mit der Digitalisierung unserer Straßeninfrastruktur lösen wir dann endlich das klassischste aller Kapazitätsprobleme: den Stau.“

Den Verkehrsfluss positiv beeinflussen Auch der Verkehrsfluss kann von sogenannten Lernenden Systemen zum Besseren beeinflusst werden. Durch die Beobachtung des Verkehrsaufkommens kann KI den Verkehr so leiten, dass besonders beanspruchte Kreuzungen oder Straßen entlastet werden und Staus gar nicht erst entstehen. In Dresden und Kassel gab es zudem bereits erste Testläufe mit intelligenten Ampelsystemen.

Fotos: djd/www.wissenschaftsjahr.de/Ilja Hendel/WiD/Fraunhofer FOKUS

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